Googlewave – Google docs – MS Word: hakelige Sache

In einer idealen Welt würde ich ab sofort nur noch mit und in Googlewave arbeiten. Ich würde statt einer E-Mail mit langer Erklärung und einem Anhang einfach meinen Mitarbeiter in die Wave einladen und wir würden gemeinsam am Text arbeiten und vielleicht nebenher kurz telefonieren, um uns abzustimmen.

Leider leben wir noch nicht in dieser Idealwelt, denn obwohl Googlewave nun für alle zugänglich ist, muss man sich zunächst einen einen Google-Account einrichten, um zu waven. Das ist schon die erste Hürde. Dann stellt sich die Frage, wie man die Texte wieder aus der Wave herausbekommt. Darüber habe ich ja schon einige Beiträge vorher geschrieben. Wir leben nun mal in einer MS Word-Welt und so muss die Datei letztendlich auch formatiert werden.

Mein Best Practice sieht momentan so aus:

  1. Ich schreibe meine Texte mit Googlewave und lade Teilnehmer zum Feedbackgeben ein. Innerhalb der wave prüfe ich auf Rechtschreibung mit der Rechtschreibprüfung in Chrome. Die bügelt schon was weg.
  2. Schon zu Beginn lade ich den Ferry-Robot ein. Ferry synchronisiert meine Googlewaves automatisch mit Googledocs. Sicher ist sicher.
  3. Bin ich mit den Inhalten in der Wave zufrieden, wechsle ich zu Googledocs. Hier schaue ich mir die Formatierung noch einmal an, denn Googlewave schlabbert da noch ein wenig, prüße es nochmals auf Lesefreundlichkeit und Rechtschreibung und exportiere es als .doc.
  4. Leider ist der .doc-Export von Googledocs nicht besonders gut, deswegen muss ich zur Sicherheit doch noch MS Word öffnen. Wenn ich Headings vergebe, das mache ich ganz gerne für die Gliederung, dann kommen die in Word in kursiver Schrift raus. Außerdem wir in Times New Roman exportiert, ich benötige die Schrift aber in Arial. Das ändere ich in Word und dann geht es zum Kunden.

Bei manchen Kunden klappt dieser Flow leider überhaupt nicht, weil ich meine Inhalte in besondere Word-Templates schreiben muss. Bis ich alles aus dem unformatierten Word-Dokument aus Googledocs umformatiert hätte, würde einfach zu viel Zeit vergehen. Dann bleibt nur die Kombi Writeroom/Word oder Devonthink/Word. So richtig zufriedenstellend ist das alles nicht. Aber ich bleibe dran und berichte über die nächsten Erfolge. Weiterlesen

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Die Welle lebt

Seit gestern, dem Start von Google IO,  habe ich wieder mehr Hoffnung, dass Googlewave doch noch den Schwung bekommt, den der Ansatz verdient: Weiterlesen

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Willkommen, Mustafa. Tschüss, Reiner

Wenn ich die verschiedenen Beiträge über Facebook und die erodierende Privatsphäre lese, dann muss ich mich doch sehr wundern: Vor vielen Jahren, sagen wir mal vor mindestens 10 Jahren, haben wir in jedes Web-Formular noch einen anderen Namen und eine E-Mailadresse eingetragen, die wir nicht kannten. Ich weiß nicht warum, aber ich habe meistens Ron Sommer und ronsommer@t-online.de eingegeben. Das ist lange her. Niemand hat einen Klarnamen bei den Registrierungen eingegeben und wenn, dann ging die Registrierung an eine generische E-Mailadresse, die ich nur für solche Zwecke eingerichtet hatte.

Seit einigen Jahren bemerkte ich, dass immer mehr Leute „ehrlich” wurden (oder eben Newbies dazukamen, die es immer waren) und die richtigen Namen, sogar die richtigen Adressen in die Formulare eingaben. Das waren dann die Web-Nachzügler, die dachten, dass man es eben so machen müsse. Bei Grün geht man über die Ampel, auch wenn kein Auto weit und breit zu sehen ist. Oder doch schnell rüberflitzen? Und auch ich bin ehrlicher geworden, gebe meistens meinen Namen richtig ein und lasse alles an meine Haupt-E-Mail-Adresse schicken. Hauptsache man hat einen guten Spamfilter.
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Googlewaves für alle einblenden

Ein großer Nachteil von Googlewave war bisher der exklusive Zugriff auf die waves. Nun kann man googlewaves ganz einfach einbetten. Und das geht so: Weiterlesen

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Beharrlichkeit zahlt sich aus

Wahrscheinlich geht es Ihnen auch so: Sie leben in Ihren Routinen und wissen, dass es mit nur kleinen Änderungen langfristig schneller und mit weniger Energie läuft – wenn Sie sich nur aufraffen könnten, es zu ändern. Nun ist der Mensch ein Gewohnheitstier und es dauert eine Weile, bis sich neue Routinen einschleifen. 21 Tage jeden Tag reicht, um eine neue Routine zu etablieren. So heißt es hier. Da muss man dranbleiben. Weiterlesen

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Googlewave: 3 Gadgets, mit denen die Arbeit leichter geht

Immer wieder starte ich einen Versuch, um konkreter mit Googlewave zu arbeiten, denn mir gefällt der Ansatz, dirket am Text zu arbeiten, statt ständig E-Mails mit überarbeiteten Dokumenten hin und her zu schicken. Bisher fehlte es mir an den Spielpartnern – oder Surfpartnern -, um Googlewave so richtig im täglichen Einsatz zu testen. Aber nun habe ich gleich mehrere “Opfer” gefunden. Weiterlesen

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Immer auf gute Handschrift achten

Noch vor wenigen Jahren schrieb ich bestimmt die Hälfte meiner Schreibzeit mit der Hand, „long hand” sagt man im Englischen. Für die kreativen Schriften musste ich immer erst etwas zu Papier bringen, meinen Gedanken konnte ich so freien Lauf geben. Wahrscheinlich, weil ich so meinen „inneren Redakteur” austricksen konnte, denn ich schrieb immer weiter, ganz egal, ob das nun Blödsinn war oder nicht.

Den Pakt hatte ich schon vor vielen Jahren mit mir geschlossen. Ich schreibe, um zu vergessen, nicht um es aufzubewahren. Daher kann ich mit voller Lust schreiben, weil ich weiß, dass ich eben nicht gleichzeitig auch wieder die „zurück”-Taste drücke, um die mühsam erdachten Worte gleich wieder zu löschen. Wenn ich mit der Tastatur unterwegs bin, dann lasse ich vielen Worten und Sätzen keine Chance zum Atmen, lösche sie sofort, um Platz für neue Worte und Sätze zu bekommen. Weiterlesen

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Warum lokale soziale Netzwerke kaum Chancen haben

Ich habe in den letzten Monaten viel über soziale Netzwerke geschrieben und mir dabei Gedanken gemacht, ob die wirklich Nutzen bringen, unser Leben bereichern oder doch nur Zeitbremsen sind und uns davon abhalten, unsere lokalen Offline-Netzwerke zu pflegen. Viele sagen, dass es eine Mischung daraus sein sollte, dass wir die sozialen Netzwerke dafür nutzen, um unsere lokalen, engen Freundschaften zu koordinieren und um unsere geografisch weiter entfernten Freundschaften gut zu managen.

Koordinieren und managen sind natürlich recht kalte Worte, die aber die sozialen Netzwerke ganz gut beschreiben, denn wir bekommen einen Einblick in das Leben eines anderen Menschen, der auf meiner Freundesliste ist, doch irgendwie bekommen wir nur die Unverbindlichkeiten mit. Meistens reicht ein Telefonanruf oder eine persönliche E-Mail um herauszufinden, dass das Leben auf Facebook nichts mit dem tatsächlichen Leben zu tun hat.

Für mich steht fest, dass lokale Freundschaften natürlich unschlagbar sind. Ich könnte meine Freunde um 10 Uhr abends anrufen und noch ein Bierchen trinken gehen, wenn ich etwas wichtiges zu besprechen hätte, ich würde meine Freunde ohne Murren sonntags um 6 Uhr von Flughafen abholen. Wer von meinen Facebook-Freunden würde das machen? Geschweige davon, dass die ja alle irgendwo anders sind.
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Weniger E-Mails schreiben, mehr am Text arbeiten

Je mehr ich mich in Buzz hereinarbeite, desto mehr gefällt mir der Ansatz von Googlewave. Zwar versuche ich meine High-Tech-Freunde verzweifelt zum Mitmachen zu animieren, aber anscheinend will keiner mit mir googlewaven. Bisher konnte sich keiner dafür erwärmen, was mich natürlich vor mehrere Fragen stellt: Entweder meine Freunde kapieren es nicht oder ich bin mit googlewave auf dem Holzweg. Aber ich will unbedingt dranbleiben an googlewave, weil ich mir sicher bin, dass man so schneller zu guten Texten kommt. Denn dieses Hinundhergeschiebe von E-Mails mit verschiedenen Anhängen und Textmarkierungen führt einfach zu Verwirrungen.

Wahrscheinlich würde es reichen, wenn man gemeinsam an einem Google doc arbeiten würde. Das hätte den Vorteil, dass gleich jeder mitmachen kann und eben kein googlewave-Konto braucht. Eine Registrierungs- und Anmeldehürde weniger. Ich benutze Google docs derzeit nur für die Excel-Variante, aber wenn Google doc auch einen Überarbeitungsmodus hat – so wie in Microsoft Word bekannt – dann könnte man das glatt mal probieren. Dann könnte ich mit meinen Kunden ganz konkret am Text arbeiten. Das ginge auch mit Zoho und auch mit Buzzword von Adobe. Gibt es das eigentlich noch?
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NEO-Tastatur: Weiterer Erfahrungsbericht

Vor einigen Monaten berichtete ich hier, warum ich ein komplett neues Tastaturlayout lerne. Ich kann nun berichten, dass ich mittlerweile komplett auf NEO umgestiegen bin. Das hat viele Vorteile: Da auf meinem mac nun NEO standardmäßig eingestellt, kann nun niemand meine Tastatur bedienen, denn die ist ja komplett anders belegt als es auf den Tasten gedruckt ist. Ich habe in meinem Büro noch eine externe Tastatur, deren Tasten so umgebaut habe, dass dort nun das NEO-Tastaturlayout abgebildet ist.

Nach vielen Monaten bin ich nun schneller mit NEO als mit meinen 4,5 Fingern. Und: Ich habe keine Schmerzen in der Hand mehr, das Thema Carpal Tunnel Syndrome hat sich mit NEO erledigt, ich tippe ökonomischer als zuvor und ich kann nun ganz gut blind tippen, schaue umher, kann meinen Gedanken viel Raum geben, indem ich nicht mehr ständig auf den Bildschirm schaue und Worte während des Schreibens korrigiere (der Tod für jedes kreative Schreiben), sondern einfach loslasse und schreibe, mit Rechtschreibfehlern und vielen Quatschwörtern, die ich ja später wieder löschen kann. Weiterlesen

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