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	<title>Reiner Gärtner &#187; Uncategorized</title>
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	<description>Wangen im Allgäu</description>
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		<title>Cloud-Storage: Dropbox, Insync, iCloud &#8211; immer mal aufräumen</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 09:39:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Langsam wird meine dropbox zu kein und ich überlege, ob ich upgraden sollte. Wahrscheinlich werde ich aber eher meine dropbox ausmisten (Dateien löschen oder in Devonthink ablegen). Denn ich habe nur aktive Dokumente in der dropbox, der Rest lagert auf Backups, &#8230; <a href="http://www.reinergaertner.de/blog/2012/01/20/cloud-storage-dropbox-insync-icloud-immer-mal-aufraumen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Langsam wird meine dropbox zu kein und ich überlege, ob ich upgraden sollte. Wahrscheinlich werde ich aber eher meine <a href="http://www.dropbox.com/" target="_blank">dropbox</a> ausmisten (Dateien löschen oder in <a href="http://www.devontechnologies.com/products/devonthink/overview.html" target="_blank">Devonthink</a> ablegen). Denn ich habe nur aktive Dokumente in der dropbox, der Rest lagert auf Backups, die auf zwei Festplatten verteilt sind.</p>
<p>Gestern habe ich mal wieder insync ausprobiert: Mit <a href="https://www.insynchq.com/" target="_blank">insync</a> kann ich den Google Docs-Speicherplatz nutzen. Ein 1GB ist kostenlos, meine Google Docs werden dafür auch mit meiner Festplatte synchronisiert. Mittlerweile bin ich aber von Google Docs abgekommen, weil ich vielen speziellen MS Word-Templates arbeiten muss, mit denen Google Docs einfach nicht umgehen kann. Natürlich habe ich trotzdem insync installiert und es funktioniert wirklich gut. Zumal der Speicherplatz viel günstiger ist (den kauft man bei Google &#8211; z.B. 20GB für 5 Dollar im Jahr). Da lohnt es sich, ein paar unkritische Sachen auszulagern.</p>
<p>Dann habe ich mir mal angeschaut, wer eigentlich hinter insync steckt. Auf der insync-Seite werden ein paar <a href="https://www.insynchq.com/about" target="_blank">Milchgesichter</a> aufgelistet, niemand von Google. Die sitzen in Singapur und Philippinen. Da frage ich mich natürlich, wie die ihr Geld verdienen? Die app kostest nichts und Google streicht das Geld für die Speichererweiterung ein. Positioniert sich insync als Aufkaufobjekt für Google oder rennen die irgendwann mal mit meinen Daten in insync weg (denn ich habe ja zugestimmt, dass insync Zugriff auf meine Google-Daten hat)? Irgendwie ist das schon ein wenig bedenklich und man sollte vielleicht wirklich nicht wichtige Sachen in die Cloud packen. Bei Apples <a href="http://www.apple.com/de/icloud/?cid=mc-de-g-icloud-icloud" target="_blank">iCloud </a>mache ich mir momentan weniger Gedanken, aber ich synchronisiere damit ja auch “nur“ die Kontakte von einem mac zum anderen und schreibe zunehmend in den ical rein (mit timelog und mehreren macs funktioniert das prima). Der Rest bleibt bei mir. Und in Zukunft werde ich noch mehr bei mir behalten als jemals zuvor. Cloud storage ist schon praktisch, aber Sie sollten sich genau überlegen, wofür Sie das brauchen.</p>
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		<title>9/11 vor 10 Jahren</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Sep 2011 06:49:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor 10 Jahren klingelte morgens das Telefon in meiner Wohnung in Portland: Mein Kumpel Patrick rief an, er hörte sich irgendwie atemlos an: “Mach den Fernseher an, die Welt geht gerade in New York unter“. Hä? Ich hatte keinen Fernseher, &#8230; <a href="http://www.reinergaertner.de/blog/2011/09/10/911-vor-10-jahren/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Vor 10 Jahren klingelte morgens das Telefon in meiner Wohnung in Portland: Mein Kumpel Patrick rief an, er hörte sich irgendwie atemlos an: “Mach den Fernseher an, die Welt geht gerade in New York unter“. Hä? Ich hatte keinen Fernseher, nur einen Internet-Anschluss, Videos davon gab es nicht. Und ich musste eine Kolumne für die Internet Professionell fertig bekommen. Heute. Ich hatte ein anderes Thema geplant. Aber mir ging so viel durch den Kopf, dass während des Surfens diese Kolumne entstand (erschienen in der Internet Pro, die es ja leider nicht mehr gibt):</em></p>
<p>&#8211;<br />
<strong>New York brennt, das Netz weint</strong><br />
Ja spinnst Du, beide Türme vom World Trade Center sind gefällt und im Pentagon klafft ein Loch, größer als der Schlund eines Wals? Ich konnte es nicht glauben. Unfassbar. Die Stimme am anderen Ende der Leitung japste angestrengt und überschlug sich vor Aufregung: Schalte deinen Fernseher ein, dann siehst du es, live in Farbe. Terror, das kann Krieg bedeuten.</p>
<p>Sie kennen den Rest, die unglaublichen Bilder, Menschen springen verzweifelt von Häusern, solide Klötze klappen zusammen wie Kartenhäuser; überall eine chaotische Melange aus Feuer, Rauch, Dreck, Beton, Tränen und zerfetzten Leichenteilen.<br />
Was ist mit meinen New Yorker Freunden? Instinktiv der Griff zum Hörer. Das Telefonnetz an der Ostküste: tot. Meine Emails verwinden im Schwarzen Loch: nichts.</p>
<p>Ein paar Stunden später trudeln die ersten Emails aus New York ein. “Wir leben”, heißt es lapidar. Dazwischen Spam: Lebensversicherungen, Pornos, Börsentipps, Penisvergrößerungen. Ich denke an Janice. Sie hat sich nicht gemeldet. Endlich erwische ich den Anrufbeantworter. Sie trällert: Bin gerade nicht verfügbar. Wo ist sie? TV und Radio analysieren lautstark um die Wette.</p>
<p>Im Web stürzt alles zusammen. Die großen Zeitungen und Magazine sind dem Online-Ansturm nicht mehr gewachsen, kommen mit Notausgaben. Grafisch abgespeckt, dafür schneller. Guter Service, warum nicht immer so?</p>
<p>Manche Server sind völlig dicht. Selbst Google schreibt auf der Startseite: ‘Wenn Sie nach Neuigkeiten zu den Terrorattacken suchen, die aktuellsten Nachrichten bekommen Sie im TV oder Radio.’ Also, Radio an, nebenbei andere Web-Sites suchen. In den Diskussionsforen der verschiedenen Tageszeitungen geht es heiß her: Die Täter sind schon ausgemacht, die Sprache ist gewalttätig, Schuldzuweisungen, jeder ist plötzlich ein ‘Mittlerer Osten’-Experte. Grüße aus der ‘Peanut Gallery’. Mir wird schlecht. Ich ärgere mich über die unausgegorenen, aggressiven Postings und gehe offline.</p>
<p>Wie finde ich Janice? Das Telefonnetz ist noch immer überlastet. Sie wird sich schon melden, denke ich mir und bin wieder online. Inzwischen habe ich ein paar sehr gute Diskussionsgruppen gefunden. Also gibt es im Web doch noch vernünftige Menschen. Jede Diskussionsgruppe bekommt die Teilnehmer, die sie verdient. Im Fernsehen werden feixende Kinder gezeigt, die triumphal auf den Straßen Ost-Jerusalems tanzen. Die Macht der Bilder. In den Newsgroups wird sogleich versichert: Das sind nur Kinder, alle anderen weinen. Die sofortige Antwort darauf: Von wegen, Tod allen imperialistischen Amerikanern, wir feiern! Meine Nackenhaare stellen sich hoch, ich fühle blinde Wut, lähmende Apathie und Trauer.</p>
<p>Nun werden die ersten Augenzeugenberichte online gestellt. Ich lese drei der langen, emotionalen Beschreibungen. Dann verschwimmt alles in meinen Augen. Ich muss raus. Draußen scheint die Sonne, Vögel zwitschern, ein Eichhörnchen rennt mit einem Apfel im Maul den Baum hoch.</p>
<p>Einen Tag später noch immer keine Nachricht von Janice. Mache mir jetzt langsam Sorgen. Ich finde eine Liste der Verstorbenen im Netz. Zuerst schaue ich mir jeden Namen genau an. Dann verhärtet sich mein Zeigefinger auf der ‘scroll down’-Taste, die Namen verschmieren zu einer unlesbaren schwarzen Masse. Begraben unter Geröll. Die Bastards! Das FBI rückt an bei den ISPs und bringt ´Carnivore’, einen ‚Fleischfresser’ mit. Das System wird an den Server des ISPs gedockt, durchsucht sämtliche Emails und Messengernachrichten. Als ob Terroristen AOL benutzen würden. “You’ve got mail: von Osama666.” PGP ist bombensicher und ich bin mir sicher, Anonymizer sind auch inzwischen bei den langhaarigen Bombenlegern aus der Wüste bekannt.</p>
<p>Wie sehr wird nun unsere Freiheit eingeschränkt? Wie weit sind wir bereit, unsere persönliche Freiheit gegen die öffentliche Sicherheit auszutauschen? Amerika wurde mit Low-Tech, vermutlich Küchen- und Teppichmessern, Bombendrohungen bekämpft. Organisiert wurde es jedoch mit High-Tech, modernster Kommunikation. Die Terroristen benutzen die selben Kabel wie wir – und die USA lieferte die Technologie, um es so abhörsicher wie möglich zu machen.</p>
<p>Lässt sich so etwas wieder zurück drehen? Ich glaube es nicht, habe gerade aber auch keine klugen Lösungen. Nur dringliche Fragen. Janice hat sich noch immer nicht gemeldet.</p>
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		<title>Hurra, Google+ ist da</title>
		<link>http://www.reinergaertner.de/blog/2011/07/02/hurra-google-ist-da/</link>
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		<pubDate>Sat, 02 Jul 2011 10:43:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Na klar, dass ich muss ich doch auch ausprobieren. Meine aktuellen Gedanken dazu können Sie auf meiner Google Profiles-Site mitlesen. Demnächst schreibe ich dann hier meine Gedanken dazu. Jetzt muss ich erst mal ein wenig damit spielen&#8230;Mein erstes Gedanke: Google &#8230; <a href="http://www.reinergaertner.de/blog/2011/07/02/hurra-google-ist-da/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Na klar, dass ich muss ich doch auch ausprobieren. Meine aktuellen Gedanken dazu können Sie auf meiner <a href="https://profiles.google.com/reiner" target="_blank">Google Profiles-Site</a> mitlesen. Demnächst schreibe ich dann hier meine Gedanken dazu. Jetzt muss ich erst mal ein wenig damit spielen&#8230;Mein erstes Gedanke: Google ist viel zu spät damit &#8211; mal wieder &#8211; und es wird unglaublich schwer, die kritische Masse zu bekommen, die Facebook schon hat. Das Layout von Google+ ist sauberer, aber sowas lässt sich schnell in fb nachziehen. Bin gespannt, ob Google nach Wave, Orkut und Buzz wieder auf einem toten Pferd reitet.</p>
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		<title>Die neue Eingabe &#8211; per Mikrofon</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Jan 2011 11:00:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Den folgenden Blogeintrag habe ich komplett diktiert. Um zu zeigen, dass es tatsächlich recht gut funktioniert, habe ich den Text genau so belassen wie ich ihn diktiert habe.  Es könnte also sein, dass es sich mitunter etwas schräg und holprig &#8230; <a href="http://www.reinergaertner.de/blog/2011/01/13/die-neue-eingabe-per-mikrofon/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Den folgenden Blogeintrag habe ich komplett diktiert. Um zu zeigen, dass es tatsächlich recht gut funktioniert, habe ich den Text genau so belassen wie ich ihn diktiert habe.  Es könnte also sein, dass es sich mitunter etwas schräg und holprig durchliest.</em> <em>Das ist so gedacht. Also keine Sorge, ich bin immer noch im Besitz meiner geistigen Kräfte.<br />
</em></p>
<p>Gute Journalisten schreiben so wie man spricht. Jedenfalls ist das der Ratschlag, um lebendige Texte zu schreiben. Natürlich reicht es nicht, so zu schreiben wie einem der Schnabel gewachsen ist. Dennoch, wer es schafft, komplizierte Zusammenhänge in einfacher Form aufzuschreiben, der hält seine Leser länger auf der Seite.</p>
<p>Seit bestimmt zehn Jahren verfolge ich nun die Spracheingabe per Mikrofon. So richtig konnte mich die Technik nicht überzeugen. Denn meistens musste man das System sehr lange trainieren, blödsinnige Texte vorlesen und dann funktionierte es trotzdem nicht. Ich verbrachte viele Tage damit, Systeme zu trainieren und dann doch wieder auf die Tastatur zurückzugreifen.</p>
<p>Da ich auf dem Mac unterwegs bin, gab es bisher keine vernünftige Lösung. Vor einigen Monaten probierte ich auf dem iPhone das DragonDictate aus. DragonDictate ist eine kostenlose Erb, die Schuhe richtig gut versteht. DragonDictate auf dem Ei von wandelt gesprochene Texte in Schriftform um.</p>
<p>Seit etwa zwei Wochen habe ich nun die neue Version von DragonDictate auf dem Mac. Und ich muss sagen: Das funktioniert hervorragend. Natürlich muss man sich daran gewöhnen, dass nun alles zählt, was man so erzählt. Ich finde es erstaunlich, dass das System so akkurat ist. Übrigens diktiere ich diesen Blog Eintrag nur mit dem Mikrofon. Bisher hat es kaum Fehler gemacht. Nur Denkfehler – also Fehler, die nicht vom System kommen, sondern durch eine falsche Ausdrucksweise meinerseits.</p>
<p>Man muss sich natürlich dran gewöhnen, nicht nur strukturiert zu denken, sondern das im Kopf erdachte auch tatsächlich flüssig und fehlerfrei herüberzubringen. Ärzte und Rechtsanwälte haben da natürlich einen großen Vorteil: Sie haben jetzt schon eine Sekretärin oder eine Sprechstundenhilfe, die das diktierte in Text umwandelt. Diesen Luxus hatte ich bisher natürlich noch nicht. Aber es ist eine gute Übung, ganz genau zu wissen, was man eigentlich schreiben möchte. Mein kreativer Schreibprozess ist normalerweise der folgende: ich weiß grob, worüber ich schreiben möchte, lege meine Hände auf die Tastatur und schreibe. Am Ende bin ich doch immer sehr erstaunt, was da aus meinen Händen geflossen ist. Vielleicht brauche ich noch einiges an Übung, doch die Eingabe per Mikrofon verläuft irgendwie anders. Das kann sicherlich daran liegen, dass ich es noch nicht gewohnt bin. Das ich meinen gesprochenen Worten weniger Trauer als dem geschriebenen Worten. Aber es ist eine sehr gute Möglichkeit, um eine erste Grobversion in den Computer zu bekommen. Die vielen Worte brauche ich dann nicht mehr zu tippen – einfach nur, um zu zeigen, dass es wirklich funktioniert. Das feine Redigieren kann ich dann natürlich immer noch mit der Tastatur erledigen.</p>
<p>Was auch noch sehr gewöhnungsbedürftig ist: Natürlich könnte man den Computer komplett per Sprachsteuerung steuern. Vielleicht bin ich noch nicht soweit, aber meine Hände laufen fast automatisch zur Tastatur, um eine Zu verändern oder ein, zusetzen. Trotzdem, die Technik ist jetzt so weit. Wenn es darauf ankommt, dann schreibe ich weiterhin mit der Tastatur, doch zunehmend beantworte ich meine E-Mails per Mikrofon. Das geht einfach viel schneller und es gibt auch keine Tippfehler mehr. Auf die Rechtschreibprüfung kann man trotzdem nicht verzichten. Denn manche Worte sind zwar richtig geschrieben, doch sind sie und müssen Geschrieben werden, oder irgendwas stimmt in den Satz nicht. Man gewinnt also sehr viel Zeit, indem man einfach darauf los redet, verliert aber etwas mehr Zeit, um sich noch einmal alles genau durchzulesen. Genau das mache ich nun einmal nicht, obwohl ich normalerweise jeden Text mehrfach durchlese bevor ich ihn abschicke.</p>
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		<title>WM der Videostreams</title>
		<link>http://www.reinergaertner.de/blog/2010/07/11/wm-der-videostreams/</link>
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		<pubDate>Sun, 11 Jul 2010 13:41:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Zwar ist die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in Südafrika wieder „nur&#8221; &#8211; das ist ja allerhand &#8211; Dritter geworden, aber es hat sich in den letzten vier Jahren schon sehr viel getan. Die Mannschaft spielte besser und ich habe noch nie so &#8230; <a href="http://www.reinergaertner.de/blog/2010/07/11/wm-der-videostreams/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zwar ist die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in Südafrika wieder „nur&#8221; &#8211; das ist ja allerhand &#8211; Dritter geworden, aber es hat sich in den letzten vier Jahren schon sehr viel getan. Die Mannschaft spielte besser und ich habe noch nie so viel gestreamt wie bisher.</p>
<p>Das ging schon beim Eröffnungsspiel los: Wir hatten eine Geburtstagsgartenparty und dachten uns, dass wir nebenrher auch das Spiel auf einem Fernseher anschauen würden. Unser Nachbar versprach uns seinen kleinen Fernseher, als er dann mit seinem Mini-Fernseher und seiner Riesenhirschgeweih-Antenne stand, mussten wir erst einmal herzlich lachen. So was gibt es noch? Das klappte natürlich nicht mehr, aus der Luft ließ sich kein Signal mehr fischen. Alles digital.</p>
<p>Was tun, wir wollten schließlich nicht die halbe Gästeschar in Richtung Wohnzimmer abwandern sehen. Ich hatte eine Idee: Vielleicht reicht mein WLAN und mein Repeater bis in den Garten runter? Das probierte ich und siehe da, wir konnten mein WLAN anzapfen und mit Zattoo (auf dem mac) das Spiel Südafrika gegen Mexiko gucken. Naja, oft gab es nichts zum Gucken, denn das Bild stand meistens, die Streamingkapazitäten waren erschöpft. Auch schaffte es der Ton aus Südafrika nur spärlich in unseren Garten. Das war noch nicht das Gelbe vom Ei. Beim nächsten Spiel zwischen Frankreich und Uruguay ließen wir dann RTL streamen, das ging schon besser, weil vielleicht weniger Leute das Spiel sehen wollten oder RTL mehr Bandbreite dafür hatte.</p>
<p><strong>EM 2000 mit Streams und Pausengesprächen</strong><br />
Vor zehn Jahren war das noch komplett anders. EM 2000: Damals wurden noch keine Videostreams angeboten, aber ich war weit weg von der Heimat, die Amerikaner interessierten sich nicht für die EM-Spiele, also blieb nur das Internet-Radio. Ich hatte einen „house sitting job&#8221; für Freunde, musste also auf Haus und Katze aufpassen, durfte dafür an den Kühlschrank ran und das DSL anzapfen.</p>
<p>Vor zehn Jahren war das in den USA eine recht neue und nicht weit verbreitete Technologie. Also wählte ich BR5 und hörte die Radioreportagen, die sich sowieso viel spannender als die TV-Kommentare anhören und die Radioreporter einfach fitter sind, wirklich was leisten. In der Halbzeitpause kam aber keine Musik oder  die Nachrichten, sondern der Stream ging einfach weiter.</p>
<p>Der BR hatte den Stream nicht abgeschaltet und so konnte man mithören, was die Radioreporter so am Vortag machten, sie unterhielten sich recht privat über Spieler &#8211; „Ich weiß gar nicht, warum Du den Ballack gut findest&#8221; &#8211; und nach vielleicht 10 Minuten hörten sie dann aus dem Sendestudio, dass sie die ganze Zeit „on air&#8221; gewesen sind. Da sagte der eine Reporter, dass doch sowieso niemand zuhören würde und überhaupt wäre das doch alles nur ein teurer Quatsch. Das war vor zehn Jahren!</p>
<p><strong>WM 2014 im Komplettstream</strong><br />
Teuer ist das immer noch, aber die WM hat gezeigt, dass die Streams doch gut genutzt werden, jedenfalls stand das Bild oft, die Qualität der Streams ist aber gleichzeitig auch immer besser geworden. Bei der WM 2006 habe ich noch kein Spiel gestreamt. Doch nun haben wir öfter meinen Laptop mit ins Schlafzimmer genommen und der Rest der zweiten Halbzeit gestreamt. Das ging gut.</p>
<p>2014 werden wir vielleicht nur noch streamen. Vielleicht hat dann das IP-Fernsehen das Satelliten- und Kabelfernsehen überholt. Das kann ja sein und dann wären wir nicht mehr so abhängig vom Fernseher. Ich glaube, dass aber auch dann niemand mit dem Handy fernsehen wird. 2006 hatten das die Mobilfunkfirmen probiert, dieses Mal auch. Hat wieder gefloppt, oder? Möglicherweise haben wir dann alle ein iPad und dann nehmen wir das iPad zum Fernsehgucken. Oder das iPad hat inzwischen einen eingebauten Beamer, mit dem wir das Bild dann an die Wand strahlen können. In vier Jahren kann da einiges passieren. Die Mannschaft wird dann noch besser spielen, die Goldene Generation Spaniens tritt ab und macht den Weg frei zum vierten Stern.</p>
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		<title>Der Große Preis</title>
		<link>http://www.reinergaertner.de/blog/2010/07/04/der-grose-preis/</link>
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		<pubDate>Sun, 04 Jul 2010 08:21:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>reiner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>

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		<description><![CDATA[Kennen Sie noch den Großen Preis mit Wim Thoelke? Das gab es in den Siebzigern, wahrscheinlich auch noch eine Weile danach. Damals saßen drei Kandidaten jeweils in einer komischen orangefarbenen Glocke und beantworteten Fragen. Die Fragen waren von dem etwas &#8230; <a href="http://www.reinergaertner.de/blog/2010/07/04/der-grose-preis/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kennen Sie noch den Großen Preis mit Wim Thoelke? Das gab es in den Siebzigern, wahrscheinlich auch noch eine Weile danach. Damals saßen drei Kandidaten jeweils in einer komischen orangefarbenen Glocke und beantworteten Fragen. Die Fragen waren von dem etwas übergewichtigen, aber immer milde gestimmten Wim sehr präzise gestellt. Es ging um Wissen, um präzises Wissen, keine Fuzzy Logic. Wer die Antwort wusste oder als erster den Knopf drückte, durfte die Antwort sagen. Und zwar nicht nur a) oder c), sondern eine eindeutige Antwort auf eine eindeutige Frage. Wim ließ nur exakte Antworten zu. Wer in seiner Antwort ein paar Buchstaben verdrehte, wurde mit einem lauten, mechanischen &#8220;brrrrrrrrrrr&#8221; abgewatscht. In der Pause kamen Wum und Wendelin. Das war alles so eine wunderbar harmlose Unterhaltung. <span id="more-492"></span></p>
<p><strong>Damals wussten wir noch was<br />
</strong></p>
<p>So richtig spannend wurde es in der Finalrunde. Da konnte man alles gewinnen oder auch verlieren. Die Kandidaten mussten schon vorher ein Spezialthema aussuchen. Sie bekamen drei Umschläge. Einen davon durften sie wählen und dann einen großen Kopfhörer aufsetzen.</p>
<p>Ich weiß nicht mehr, ob sie sich die Fragen dann noch kurz anschauen durften, aber soweit ich mich erinnere, hatten sie noch kurz Zeit. Dann wurden die beiden anderen Glocken in den abgedunkelten Hintergrund geschoben und Kandidat A wurde perfekt ausgestrahlt. So wie Ilja Richter in Disco 78. Gab es eigentlich auch Disco 77, Disco 79? Ich habe das in meinem Langzeitgedächtnis jedenfalls unter „Disco 78“ abgespeichert</p>
<p>Zurück zum Großen Preis, Finalrunde: Drei Fragen musste also der Kandidat beantworten, dafür hatte er 60 Sekunden Zeit. Für manche war das eine Ewigkeit, andere mussten sofort loslegen,. Es wurden Fakten, Hintergründe, Zusammenhänge erklärt. Wir fieberten mit — ich muss allerdings zugeben, mich interessierte eher Dalli Dalli, das sich damals den Termin am Donnerstag Abend mit eben dem Großen Preis teilte, aber die Finalrunde war immer spannend. Da konnte man eine Menge lernen. Echtes Wissen. Ein Wissen, das einfach abgerufen werden musste. Kein Wissen, dass so ungefähr funktioniert wie „Antwort A und C kann ich ausschließen, hmm, bleibt B oder D übrig. Mist, Telefonjoker schon weg. Also, ich setze jetzt mein Ichweißesganzbestimmtgesicht auf und sagen B&#8221;.</p>
<p><strong>Wenn man präzise raten muss, wird es schnell peinlich</strong></p>
<p>Bei dem Großen Preis wurde sicherlich auch viel geraten und die Antworten waren bestimmt oftmals peinlich, das konnte ich damals noch nicht beurteilen, ich hätte sicherlich noch viel peinlichere Antworten gegeben. Aber die Leute haben sich getraut, präzise Antworten hatten Wert.</p>
<p>Warum ich darüber schreibe? Wir werden zunehmend zu Supergeneralisten, die gerade noch Zusammenhänge verstehen oder sie zumindest ergooglen können, darüber hinaus aber keine Zeit mehr zum Lesen und tiefen Lernen haben. Das beobachte ich jedenfalls bei mir. Die Zeiten kommen nicht mehr wieder, das weiß ich auch.</p>
<p>Ich möchte auch nicht allzu lange in Nostalgie schwelgen, denn es geht immer nach vorne. Aber damals hatte ich noch Zeit, eine Musikplatte mehrmals durchzuhören, von Anfang bis zum Ende. Selbst weniger spannende Lieder hörte ich mir schön. Ich studierte die Texte der Lieder und überlegte mir dabei, warum der Text so geschrieben wurde, was damit wohl gemeint war. Ja, ich war damals der Ansicht, dass Inhalte tiefe Botschaften tragen. Ob das meine Kinder auch mal so sehen? Wohl nicht. Wenn sie so Musik hören wie ich jetzt &#8211; aktiv Musikhören heißt, mp3s anklicken, eine Minute anhören und dann zum nächsten Lied, passive Musikhören heißt, eine Internetradiostation anzuschalten &#8211; dann gerät die Musik zu einer Nebensache. Für mich und meine Freunde damals war das wichtig, die Welt.</p>
<p><strong>Wer liest noch etwas zu Ende?</strong></p>
<p>Wie kommen wir wieder raus aus dieser Beliebigkeit gegenüber Inhalten, weil einfach niemand mehr Zeit hat, um sich etwas lang durchdachtes durchzulesen oder sich etwas in voller Länge anzuhören?</p>
<p>Vielleicht ist das auch der Beginn der Abwendung des Produktivitätswahn, der sich immer mehr in unser privates Leben schmuggelt? Wieder mehr Zeit zum Träumen, zum Ausprobieren, zum zielungerichteten Leben. Dann können wir auch mal wieder in die Tiefe lernen. Auch in zunächst unsinnigen Anwendungen. Warum sollte man sich in das Thema Botanik reinarbeiten? Da gibt es keinen Auftrag und das Wissen wird kein Geld bringen. Aber wenn man weiß, welche Blumen, Gebüsche, Bäume und Kräuter auf dem Weg liegen, dann verbindet das mit dem Ort. Dann reicht auch nicht a) Brennnessel, b) Giersch, c) Lavendel oder d) Löwenzahn. Mehr schaffen wir anscheinend nicht mehr in dieser Welt voller Impulse. Wenigstens hat Dalli Dalli noch seinen Klang behalten. Jetzt aber Dalli Dalli. Das kennen sogar meine Kinder.</p>
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