NEO: Warum ich ein neues Tastaturlayout gelernt habe

Wer mich besucht und mal schnell seine E-Mails auf meinem Powerbook checken will, bekommt einen großen Schreck: Die Tasten sind komplett anders belegt, es kommt nur Kauderwelsch raus. Woran liegt das? Seit einem knappen Jahr schreibe ich zunehmend mit einem neuen Tastaturlayout, mit NEO 2.0.

Warum sollte man jetzt noch ein neues Tastaturlayout lernen, ist das nicht Zeitverschwendung? Klar, die Eingewöhnung dauert und wer wie ich darauf angewiesen ist, Informationen schnell zu verarbeiten, bremst sich eine Weile ganz schön aus. Aber: Langfristig gesehen ist es eine gute Investition. Denn NEO ist viel ergonomischer, man kann damit länger, zunehmend schneller und vor allem entspannter und gesünder tippen. Ich glaube, dass wir noch sehr lange mit Tastaturen arbeiten werden und selbst wenn Spracherkennung mal besser funktioniert, dann entsteht daraus ja noch mehr Text, den man weiterverarbeiten muss.

Alternative Tastaturlayouts gibt es ja viele, aber nach langer Recherche habe ich mich für das Tipp-Abenteuer mit NEO entschieden. Die Gründe:

  • NEO ist noch recht jung, aber die Entwicklung und die Community darum ist aktiv und engagiert. Wenn ich schon mühsam umstelle, dann will ich auch dabei bleiben.
  • NEO hat einen wissenschaftlichen Ansatz: Zwar ist NEO überwiegend auf den deutschen Sprachraum ausgelegt, aber das ist okay. Die wichtigsten Buchstaben sind auf der mittleren Reihe angelegt, so dass meine Hände und Finger einen viel kürzeren Weg haben als auf der guten alten qwertz-Tastatur haben. Hier kann man alle Vorzüge lesen.
  • NEO macht einen durchdachten und ausgereiftern Eindruck: Man muss sich einfach entscheiden und dabei bleiben. Wenn jetzt ein noch besseres Layout entwickelt wird, dann glaube ich nicht, dass es wesentlich besser wäre. Wichtig ist ja, dass man es richtig beherrscht.

Meine Eindrücke (und was ich beim nächsten Mal ändern würde)

  • Je mehr man zwischen den Layouts wechselt, umso schwieriger wird es. Das passiert mir immer wieder: Ich tippe gemütlich mit NEO und dann kommt ein Anruf von einem Auftraggeber und es muss schnell gehen. Also wechsel ich zurück. Gerade jetzt sollte man aber seinen neuen Tipp-Talenten vertrauen. Es lohnt sich.
  • Ich tippe immer noch nicht schnell genug, dafür immer sicherer. Gerade beim kreativen Schreiben ist es ja wichtig, den internen Redakteur auszuschalten, der immer sofort alles bewertet, umschreiben oder löschen will. Wenn man noch nicht so fit mit der neuen Tastatur ist, dann hat dieser Redakteur eine unheimliche Macht. Da hilft nur: schreiben, schreiben, schreiben, den Redakteur müde schreiben. Woanders heißt das monkey mind.
  • Ein Tipp-Programm hilft: Ich empfehle das kostenlose Tipp 10 für den mac. Allerdings weicht das NEO-Layout dort etwas von der Version 2 ab.
  • Dran bleiben: Ich habe in der letzten Zeit an vielen Projekten gearbeitet, da war mir NEO doch zu langsam. Was gut ist: Wenn ich viel mit NEO tippe, kann ich auch sofort wieder mit dem alten Layout tippen und auch umgekehrt kommt man in NEO erstaunlich schnell wieder rein – Voraussetzung dafür ist, dass man sich eine Weile mit NEO beschäftigt hat. Lesen Sie auch die Erfahrungsberichte anderer Umsteiger.

In einem der nächsten Beiträge werde ich genauer beschreiben, wie der Umstieg gelingt und worauf man dabei achten sollte.

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Eine Antwort auf NEO: Warum ich ein neues Tastaturlayout gelernt habe

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