2. Isnyer Energiegipfel: 10 Lektionen

Die Themen Energiezukunft und vor allem Energiesicherheit werden uns in den nächsten Jahren immer stärker beschäftigen. Die Weltwirtschaftskrise und ihre Auswirkungen auf die globale Energiewirtschaft schärft unser Bewusstsein, Konzepte und Maßnahmen neu zu bedenken. “Do it yourself” – möglichst die Zukunft in eigene Hände zu legen wird immer wichtiger – vor allem für die kommenden Generationen, für unsere Kinder und Enkelkinder, denen wir nicht nur eine saubere, sondern auch eine sichere Welt hinterlassen wollen. Wir können jetzt schon viel tun, aber es reicht nicht, wenn wir so weitermachen wie bisher.

Jetzt ist es an der Zeit, mit großen Anstrengungen den Hebel umzureißen. Hier in der Region Oberschwaben sieht man das ganz genau: Die Bürger wollen nicht nur dem Staat vertrauen, der mit Anreizprogrammen die Erneuerbaren Energien anschiebt; die Bürger wollen mehr, aktiver mitmachen. In Kempten ist man schon recht weit, in Isny hat sich ein “Regionalforum” gegründet, das mit dem inzwischen 2. Energiegipfel Mut macht. Die Härle-Brauerei in Leutkirch zeigt, dass auch Unternehmen Verantwortung zeigen können und das auch gleichzeitig gut für das Geschäft ist. Seit Anfang Januar 2009 ist die Brauerei als einer der allerersten Brauereien in Deutschland klimaneutral. In Wangen wurde die BürgerEnergiegenossenschaft gegründet, der sich immer mehr Anteilseigner anschließen.


Es regt sich etwas in der Region, weil die Menschen hier heimat- und naturverbunden sind. Das mag sich kitschig anhören, aber mit einem stärkeren Bezug zum Ort und den Mitmenschen lässt sich viel mehr umsetzen, pragmatischer, schneller, erfolgreicher. Das ist nicht nur existenziell wichtig, es schafft auch Wert für die Region. Und warum sollten wir statt Milch und Käse nicht auch regional erfolgreich umgesetzte Energiewendelösungen in die Welt exportieren? Hier müsste noch einiges weitergedacht werden.

Ich habe den 2. Isnyer Energiegipfel besucht und in den Verdruckten Allgaiern über die 10. Lektionen berichtet, die sich für mich aus den Präsentationen und Gesprächen dort ergeben haben. Sicher gibt es daraus noch viel mehr Lektionen und vor allem nächste Schritte, doch werde ich darüber an anderer Stelle berichten. Für mich ist der Beitrag in den Verdruckten Allgaiern lediglich eine lose Themensammlung, auf die ich dann zukünftig aufbauen möchte. Außerdem sind die Verdruckte Allgaier offiziell noch gar nicht online. Deswegen dort nicht zu viel rumklicken, es gibt noch viele Baustellen..:-).

Die 10. Lektionen auf einen Blick:

  1. Der energetische Umstieg ist lokal machbar durch Energiesparen und den Einsatz von erneuerbaren Energien – und das ohne Mehrkosten und ohne staatliche Investitionen.
  2. Kinder und Jugendliche müssen noch intelligenter eingebunden werden.
  3. Ohne Windkraft wird es eng.
  4. Einer ist immer dagegen.
  5. Von den Erfahrungen und Erfolgen der anderen lernen.
  6. Erfolge messbar machen und feiern.
  7. Das lokale Handwerk muss mitmachen.
  8. Strom wird lokal erzeugt, dadurch wird es aber nicht unbedingt günstiger.
  9. Ran an die Hausmeister.
  10. Groß denken.

Was sich genau hinter den Thesen und Lektionen verbirgt, lesen Sie in der Langform in den Verdruckte Allgaier:

>> 2. Isnyer Energiegipfel: 10 Lektionen

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